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Andrei Gridchuk
In Irkutsk geboren, gab er bereits im Alter von sechs Jahren sein erstes Solokonzert mit dem Philharmonischen Orchester seiner Heimatstadt. Ein Jahr später wurde er auserwählt, in Moskau die berühmte Musikspezialschule des Moskauer Konservatoriums zu besuchen, die ihm gemeinsam mit dem sich anschließenden Studium am Moskauer Konservatorium eine erstklassige Ausbildung sicherte. Zu seinen Lehrern zählte neben Y. Yankelevich, Z. Gilels, B. Belenky, F. Druzinin auch Y. Bashmet, dem er schließlich für mehrere Jahre als Assistent zur Seite stand. "Bashmet war für mich sicherlich einer der prägendsten Einflüsse", so erzählt Gridchuk heute, "nicht nur während der gemeinsamen Lehrtätigkeit am Konservatorium, sondern vielmehr durch viele Jahre gemeinsamer Auftritte sowohl in Kammermusik- und Solokonzerten als auch mit den Moskauer Solisten."
Als Mitglied der Moskauer Solisten gastierte Andrei Gridchuk in sämtlichen großen Musiksälen der Welt, bis ihm die Siege von zwei Viola Wettbewerben (Nationaler Viola Wettbewerb der Sowjetunion 1984, Internationaler Viola Wettbewerb "Maurice Vieux" in Orléans, 1989) zu einer bemerkenswerten Solokarriere verhalfen.
Seitdem ist Gridchuk ein gefragter Solist, der mit Orchestern wie u.a. dem Orchestre Philharmonic de Radio France, der Moskauer Philharmonie, Hamburger Simphomiker, Tschaikovsky Orchestra, dem Orchester der Deutschen Oper Berlin, der Staatskapelle Weimar und dem Orchestra Sinfonica di Milano Giuseppe Verdi u.s.w. unter Dirigenten wie Y. Bashmet, R. Barshai, R. Chailly, D. Fischer-Diskau, M. Janowsky, R. Koffmann, K. Nagano, N. Pasquet, U. Schirmer und Ch. Thielemann aufgetreten ist. Neben seinem umfangreichen Solorepertoire widmet sich Gridchuk intensivst der Kammermusik. Er konzertiert mit Partnern wie Y. Bashmet, B. Beresovsky, P. Frank, S. Isserlis, L. Josefowicz, M. Maisky, V. Repin, D. Sitkovetsky und dem Borodin Quartett, und wird wiederholt zu Musikfestivals wie denen von Verbier, Wasa, Tours, Koblenz und Paris (Louvre) eingeladen. Seine Einspielung der Trios für Klarinette, Bratsche und Klavier von M. Bruch und C. Reinecke mit R. Tudorache und T. Riolo (Pavane Records) haben große Resonanz in der Presse erhalten, ebenso wie seine Ersteinspielungen der Sonaten Nr.1&2 von N. Roslavets (Le Chant Du Monde). Gridchuk ist neben seinen Konzertverpflichtungen außerdem ein gefragter Lehrer. Er gibt regelmäßig Meisterkurse. Andrei Gridchuk spielt eine Viola von Paolo Antonio Testore aus dem Jahr 1750.
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